10.10.2012 / Inland / Seite 5

Studierende schlagen Zelte auf

Frankfurt am Main: Protest gegen fehlenden Wohnraum und Verdrängung

Gitta Düperthal
Die Wohnungssuche stelle für Studentinnen und Studenten ein riesiges Problem dar, erklärte Anja Engelhorn, Sozialreferentin des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Johann Wolfgang von Goethe Universität, bei einem Pressegespräch in Frankfurt am Main. 43000 Studierenden stünden nur etwa 3500 öffentlich geförderte Wohnheimplätze gegenüber, etwa 39500 seien insofern auf den freien Wohnungsmarkt angewiesen, schildert sie das Mißverhältnis. Dort müßten sie für ein nur sieben oder acht Quadratmeter großes Zimmer häufig einen Wucherpreis von 450 Euro zahlen. Seitens der grün-schwarzen Stadtregierung vermisse man jegliches Problembewußtsein. Faktisch könnten nur noch Reiche in der Bankenmetropole studieren könnten.

Bereits am Montag hatte das Studierendenhaus auf dem Bockenheimer Campus deshalb seine Pforten für Neuankömmlinge zum Übernachten geöffnet, die keine Unterkunft haben. Die Aktionswoche des »Indoor-Camps« werde bis zum Wochenende...

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