09.10.2012 / Inland / Seite 2

Beschäftigte verlieren doppelt

Schlecker-Pleite: Auch Arbeitsagentur bleibt auf Großteil ihrer Forderungen sitzen

Daniel Behruzi
Ver.di sieht die Beschäftigten der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker als »doppelte Verlierer«. Die Gewerkschaft kritisierte am Montag in einer Mitteilung, Warenkreditversicherer, Lieferanten, Insolvenzverwaltung und die Eigentümerfamilie seien bei der Pleite des Konzerns »gut weggekommen«. Anders die zu 97 Prozent weiblichen Schlecker-Angestellten. »Erst wird die letzte Hoffnung der Frauen auf eine finanzielle Entschädigung zunichte gemacht«, so das für den Handel zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. »Und obendrein finden sie einen Arbeitsmarkt vor, der nicht die vollmundig versprochenen neuen Arbeitsplätze bereithält. Statt dessen drohen prekäre Jobs oder Arbeitslosigkeit.« Bestätigung findet diese Einschätzung durch die in der vergangenen Woche von der Süddeutschen Zeitung verbreiteten Zahlen der Bundesagentur für Arb...

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