09.10.2012 / Ausland / Seite 6

Ruf nach schweren Waffen

Syrische Aufständische wünschen sich Raketen, um den Bürgerkrieg zu intensivieren. Saudi-Arabien und Katar wollen liefern, aber Washington sagt nein

Rainer Rupp
»Man kann das Militär des syrischen Regimes nicht mit Kalaschnikows stoppen«, zitierte die New York Times am Sonntag einen hohen Beamten der Regierung des autoritären Feudalherrschers von Katar. Der Gehilfe des kriegslüsternden Scheichs beschwerte sich über die US-Regierung, weil die angeblich erheblichen Druck auf »ihre beiden besten arabischen Verbündeten« Katar und Saudi-Arabien ausübten, damit diese keine schwere Waffen an die als »syrische Freiheitskämpfer« ausgegebenen islamistischen Söldner lieferten.

Seit Beginn des vom Ausland geschürten Krieges »für die Demokratie« in Syrien haben insbesondere die beiden Feudalstaaten Saudi-Arabien und Katar die syrischen Rebellen mit weit über 100 Millionen Dollar und großen Mengen von Kleinwaffen aller Art versorgt, einschließlich Maschinengewehre und RPG-Raketenbüchsen. Aber statt des erwarteten Volksaufstandes gegen Präsident Baschar Al-Assad oder eines militärischen Durchbruchs, steht der größt...

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