09.10.2012 / Inland / Seite 5

Zeitenwende in Stuttgart

Nach vier Jahrzehnten steht die CDU in der Schwabenmetropole erstmals vor dem Verlust des OB-Amts. Grüne liegen vorn. Zehn Prozent für Tiefbahnhofsgegner

Herbert Wulff
Die CDU-Dominanz im »Ländle« scheint endgültig vorbei zu sein. Nach der Niederlage bei der Landtagswahl im März vergangenen Jahres droht der Union nach vier Jahrzehnten Regentschaft nun auch der Verlust des Oberbürgermeisteramts in Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart. Der von der CDU gemeinsam mit FDP und Freien Wählern ins Rennen geschickte Neoliberale Sebastian Turner landete beim ersten Wahlgang am Sonntag mit 34,5 Prozent lediglich auf Platz zwei hinter dem Grünen Fritz Kuhn, für den 36,5 Prozent votierten. Hannes Rockenbauch, der sich als konsequenter Gegner des Tiefbahnhofs »Stuttgart 21« (»S21«) einen Namen gemacht hat, erhielt immerhin 10,4 Prozent der Stimmen.

»Ich freue mich über das gute Ergebnis und danke allen Helfern und Wählern dafür«, erklärte Rockenbauch am Montag gegenüber junge Welt. Daß mehr als zehn Prozent für den profilierten »S21«-Kritiker stimmten, ist in der Tat ein Achtungserfolg. Grund für Euphorie bietet...

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