09.10.2012 / Feuilleton / Seite 13

Aus den Bruchbuden der Verlierer

In Berlin lasen Richard Ford und Christian Brückner

Jamal Tuschick
Der schönste Einwand gegen das von Alexander dem Großen zum Verwaltungszweck seiner Eroberungen eingeführte Amts­attisch lautete: »Damit kannst du die Welt regieren, aber keine Gedichte schreiben«. Die Literatur erzielt ihre Gewinne, indem sie über vorgeschriebene Bedeutungen hinausgeht und im Unterholz des Verdrängten Wege anlegt, die den Leser zum Trapper machen. Und so spielt Richard Fords jüngster Roman nicht nur im Land der Trapper, sondern heißt auch »Kanada«.

Und »Pariser Platz« heißt die Berliner Anschrift des Schauplatzes der Deutschlandpremiere von »Kanada«. Die Akademie der Künste bietet sich kurz vor der Frankfurter Buchmesse prima an. Man hat dort durch viel hochragendes Glas beste Aussichten aufs Brandenburger Tor und die Quadriga. Am Sonntag zeigte sich der eingeladene Richard Ford dann auch gehörig beeindruckt von so heftiger History und so much Schinkel.

Der Mann aus Jackson, Mississippi, sieht Clint Eastwood ziemlich ähnlich, wirkt abe...



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