08.10.2012 / Ausland / Seite 0

Leerstand und Notstand

São Paulo: Ungenutze Häuser, ein Heer von Obdachlosen und explodierende Immobilienpreise

Peter Steiniger
Der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen Jahre hat längst nicht alle Brasilianer erreicht. Der Wohnungslage in der größten Metropole Lateinamerikas, São Paulo, widmet sich eine Reportage der sozialkritischen Zeitung Brasil de Fato (Brasilien de facto).

Danach stehen in der Großstadt 230000 ungenutzten Immobilien mindestens 130000 Familien ohne feste Bleibe gegenüber. In den zentralen Vierteln schießen zudem die Mieten steil nach oben. Betroffen von Wohnungslosigkeit seien vor allem Menschen ohne festes - meist im informellen Sektor - bis zu einem Einkommen in Höhe des Dreifachen des Mindestlohns. (Dieser liegt derzeit bei 622 Real, umgerechnet etwa 236 Euro.)

Besonders dramatisch ist die Verdrängung Ärmerer aus dem Zentrum, wo ein bess...

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