08.10.2012 / Inland / Seite 5

Dank an die SPD

Hessens Linke freut sich über die Nominierung Steinbrücks zum Kanzlerkandidaten. Parteichef Riexinger kritisiert Entdemokratisierung Europas

Daniel Behruzi, Frankfurt/Main
Im Mittelpunkt des Landesparteitags der hessischen Linken am Wochenende in Frankfurt am Main stand ein Mann, der gar nicht da war: Peer Steinbrück. Kaum einer der Redner versäumte es, der SPD für dessen Nominierung als Kanzlerkandidat zu danken. »Peer Steinbrück steht für die Agenda 2010, Hartz IV und weitere soziale Grausamkeiten«, stellte Hessens Linksparteivorsitzende Heidemarie Scheuch-Paschkewitz gleich zur Eröffnung fest. »Das wird es uns leichter machen, unser antikapitalistisches und sozialistisches Profil zu schärfen.«

Auch der als Hauptredner geladene Parteichef Bernd Riexinger betonte, der SPD-Kandidat sei »ein zusätzliches Argument für Die Linke«. Steinbrück sei heute noch stolz auf die »Agenda 2010«. »Wie kann jemand stolz darauf sein, Millionen von Menschen in die Armut gestürzt zu haben?«, fragte er. Als einstiger Bundesfinanzminister sei Steinbrück mitverantwortlich dafür, »die Politik dem Diktat der Finanzmärkte unterzuordnen – das...

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