08.10.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Rettungsvorschläge

Der IWF will Südeuropa durch Lohnsenkungen fit machen, Starökonom Krugman empfiehlt Stopp des Sparkurses. Über Gründe der Krise redet keiner

Rainer Rupp
Sowohl die USA als auch die Europäische Union seien »noch weit entfernt von einem Ende der Finanzkrise«, hat der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Paul Krugman am Mittwoch vergangener Woche erklärt. Zudem warnte er vor dem schädlichen Einfluß Deutschlands. Dessen Pochen auf Haushaltskürzungen in der Euro-Zone könne eine mit der Großen Depression der 30er Jahre vergleichbare Wirtschaftskrise auf dem alten Kontinent herbeiführen. Den Vereinigten Staaten empfahl Krugman eine weitere Runde monetärer Stimulanz durch die US-Notenbank (FED) in Höhe von knapp 500 Milliarden Dollar jährlich. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat neue Pläne zur Bekämpfung der Krise vorgestellt. EZB-Präsident Mario Draghi hatte im September ein unbegrenztes Kaufprogramm für Anleihen der vor der Pleite stehenden Euro-Länder angekündigt. Nach Druck aus Berlin mußte Draghi jedoch einige Zugeständnisse machen. Nun tritt die Hilfe nur dann in Kraft, wenn die betroffenen Staaten tiefe Einschnitte be...

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