06.10.2012 / Ausland / Seite 7

Westen hofft auf Krise

Iran: USA und Europäische Union erfreut über Kurssturz des Rial. Weitere Strafmaßnahmen angekündigt

Knut Mellenthin
Die vom Westen mit großen Hoffnungen begrüßten »Proteste« in Teherans Großem Basar scheinen zumindest vorerst schon wieder beendet. Die »Unruhen« hatten am Dienstag begonnen, nachdem die Polizei mit einem Großeinsatz gegen nicht konzessionierte Devisenhändler und Spekulanten vorgegangen war, deren Machenschaften einen rasanten Kurssturz der Landeswährung ausgelöst hatten. Nach westlichen Angaben fiel der Wechselkurs des Rial gegenüber dem US-Dollar innerhalb von nur einer Woche um 40 Prozent, davon zuletzt sogar 17 Prozent an einem einzigen Tag. Die Währungskrise machte sich sogar in Afghanistan bemerkbar, aus dessen westlichen, dem Iran benachbarten Provinzen ein lebhafter Devisenschmuggel über die gemeinsame Grenze stattfindet.

Sprecher des Weißen Hauses und des US-Außenministeriums äußerten am Dienstag offen ihre Genugtuung über die Vorgänge, die neben Teheran auch den Basar in Isfahan, der drittgrößten Stadt Irans, erfaßt hatten. Der Absturz des Rial...

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