06.10.2012 / Geschichte / Seite 15

Ikone des Widerstands

Am 9. Oktober 1967 wurde Che Guevara in Bolivien ermordet

André Scheer
Ein Mord machte ihn unsterblich. Als Ernesto Guevara de la Serna, genannt »El Che«, am 8. Oktober 1967 von der bolivianischen Armee nach einem Gefecht gefangengenommen wurde, fragten die Soldaten bei ihren Kommandeuren an, was mit dem schon damals weltberühmten Guerillero geschehen solle. Diese holten sich ihre Order aus den USA: Ein Prozeß gegen Che mußte auf jeden Fall verhindert werden. Ihm durfte nicht die Gelegenheit gegeben werden, wie einst Fidel Castro nach dem Sturm auf die Moncada, den Gerichtssaal in eine Kundgebungstribüne zu verwandeln. Auch als Gefangener war Che noch gefährlich. So erging der Befehl, den geschlagenen Revolutionär zu ermorden.

Während Che Guevara im Schulgebäude des kleinen Örtchens La Higuera gefangengehalten und verhört wurde, erklärte die bolivianische Regierung am Morgen des 9. Oktober, der Comandante sei am Tag zuvor im Kampf getötet worden. Zugleich wurde der CIA-Agent Félix Rodríguez an den Ort des Geschehens geschic...

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