06.10.2012 / Wochenendbeilage / Seite 7 (Beilage)

Über Re-Issues

Reinhard Jellen
Seit den Siebzigern haben sich verschiedene Labels der Wiederveröffentlichung von Northern-Soul-Singles gewidmet und sich dabei von einem kleinen Fluch zum ganz großen Segen gemausert. Ein kleiner Fluch waren sie aber nicht deswegen, weil Labels wie Pye Disco Demand und Destiny Klassiker wie »Got To Find Somebody« von den Vel-Vets und Tamala Lewis’ »You Won’t Say Nothing« veröffentlicht haben – worauf sie von den elitären DJs nicht mehr gespielt wurden –, schließlich zahle ich auch heutzutage bei Fräulein Lewis lieber 20 Euro für das Re-Issue anstatt 2800 Euro für das Original. Jedoch stellt ein nicht zu gering zu erachtender Wermutstropfen der Umstand dar, daß diese Labels, weil ihnen offenbar der Erwerb für die Rechte der ursprünglichen Interpreten zu kostspielig war, auf die fatale Idee verfielen, einige Northern-Schoten covern zu lassen.

Aus Kiki Dees »On A Magic Carpet« wurde, gesungen von Miss Dee Dee, aus einem ...

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