06.10.2012 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Es geht um Harmonie, nicht um Hegemonie«

Gespräch mit Hans Modrow. Über Gespräche in der Volksrepublik China, innere und ­äußere Probleme des Landes und das chinesische Interesse am untergegangenen Sozialismus in Europa

Robert Allertz
Hans Modrow (geb. 1928) ist gelernter Maschinenschlosser und war nach Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion ab 1949 in der DDR in FDJ und SED aktiv. Vom 13. November 1989 bis zum 12. April 1990 war er Ministerpräsident der DDR, danach Abgeordneter der Volkskammer, des Bundestages und des Europaparlaments. Seit 2007 ist er Sprecher des Ältestenrats der Partei Die Linke. In der vergangenen Woche kehrte er von einer zehntägigen Reise aus der Volksrepublik China zurück. Er stellte dort die chinesische Ausgabe seines Buches »Die Perestroika. Wie ich sie sehe« (deutsch 1998 in der edition ost) vor Hätten Sie nicht noch ein paar Tage in Peking bleiben können, um den Beginn des 18. Parteitages zu erleben? Es gab überhaupt noch keinen Termin, wann dieser Parteitag stattfinden wird. Meine Gesprächspartner, darunter auch ZK-Mitglieder, bestätigten mir lediglich, daß er noch in diesem Jahr zusammentreten werde. Woran liegt das? Hängt das mit den »Auseinandersetzungen« und den »Machtkämpfen« in ...

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