04.10.2012 / Inland / Seite 5

Todeslisten aus 14 Städten

Neonazi-Terrorzelle sammelte systematisch Adressen und Namen politischer Gegner. Welche Morde waren noch geplant?

Sebastian Carlens
Am 1. Oktober benannte die Stadt Kassel einen Platz nach Halit Yozgat – dem mutmaßlich letzten Opfer der neofaschistischen Mordserie an Migranten, die vom »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) verübt worden sein soll. Noch immer gebe es viele offene Fragen zu der erst im Herbst 2011 aufgedeckten Mordserie, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) am Montag zur Einweihung des »Halitplatzes« und eines Gedenksteines: Ein Rechtsstaat wie die Bundesrepublik müsse diese »glasklar« beantworten, so Hilgen. Ismail Yozgat, Vater des ermordeten Halit, forderte restlose Aufklärung der noch immer unklaren Details der Mordserie. Auch die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, die »ihre schützende Hand« über Täter und Hintermänner gehalten hätten, müßten zur Verantwortung gezogen werden, forderte er. Sein Sohn Halit, den die mutmaßlichen NSU-Terroristen im April 2006 durch Kopfschüsse in seinem Internetcafe ermordeten, wurde 21 Jahre alt.

Doch ...

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