04.10.2012 / Thema / Seite 10

Kein zweites Jugoslawien

Hintergrund. Rußland und China treten für ein selbstbestimmtes Syrien ein. Politische, ­ökonomische und defensive militärische Maßnahmen sollen das Ziel befördern

Karin Leukefeld
In Syrien tobt ein »Krieg niedriger Intensität«. Die Protestbewegung, die zunächst friedlich mit Angriffen der Sicherheitskräfte konfrontiert war, wurde bald von bewaffneten Gruppierungen benutzt, die andere Ziele als die Demonstranten verfolgten: Austragen alter Konflikte, religiöser Eifer gegen modernen Säkularismus, Ausnutzen des zunehmenden Chaos für eigenen Profit oder im Auftrag anderer. Die bewaffnete Auseinandersetzung hat eineinhalb Jahre nach Beginn der Proteste im März 2011 die politische Protestbewegung beiseite geschoben; in Syrien herrscht die Sprache der Gewalt. Auf der einen Seite kämpfen Geheimdienste und Milizen an der Seite oder auch in den Reihen der regulären syrischen Streitkräfte, auf der anderen Seite kämpft eine Vielzahl bewaffneter Gruppen: »syrische Bürger, die zu den Waffen gegriffen haben«, Deserteure der syrischen Armee, Einheiten der in Syrien verbotenen Muslimbruderschaft, stammesbezogene Milizen, Dschihadisten, Salafisten ...

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