02.10.2012 / Inland / Seite 5

AKW sind nicht sicher

EU-weiter »Streßtest« mit verheerenden Ergebnissen. Nachrüstung würde vermutlich bis zu 25 Milliarden Euro kosten

Reimar Paul
Ausgerechnet Die Welt, ausgerechnet Günther Oettinger: Das Springer-Blatt, das sich in der Vergangenheit oft gegen den Atomausstieg positionierte, berichtete am Montag vorab über den Abschlußbericht zu den EU-weiten »Streßtests« zur Sicherheit von Atomkraftwerken (AKW), den Energiekommissar Oettinger – eigentlich ein Mann der Kernkraft – am Mittwoch vorstellen will.

Die Überprüfung der 134 Atomreaktoren in 14 EU-Staaten war nach dem Beginn des Atomunfalls in Fukushima im März 2011 angeordnet worden. Die Ergebnisse sind der Welt zufolge verheerend. Es seien »Hunderte technische Verbesserungsmaßnahmen« als notwendig benannt worden. »Praktisch alle Anlagen« müßten sicherheitstechnisch nachgerüstet werden – die Kosten dafür beliefen sich auf bis zu 25 Milliarden Euro.

Der Vergleich der EU-weiten Mängelliste fällt demnach vor allem für die französischen Anlagen schlecht aus. Bei deutschen Atomkraftwerken kritisiert d...

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