02.10.2012 / Inland / Seite 4

Maschinen festgehalten

Arbeiter bei Fiat-Tochter Iveco im badischen Weisweil verhinderten Abtransport von Anlagen. Fabrik soll geschlossen werden

Mirko Knoche
Wildwestmanieren in Südwestdeutschland: die Fiat-Tochter Iveco hat am Wochenende versucht, ihr LKW-Werk in der badischen Gemeinde Weisweil leerzuräumen. Doch der Autokonzern hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Die Arbeiter im beschaulichen 2000-Seelen-Dorf am Kaiserstuhl waren am Freitag abend von Nachbarn alarmiert worden und verhinderten, daß mehrere Laster die Anlagen aus der Fabrik fuhren. Das gesamte Wochenende über beließ die IG Metall eine Wache am Werk, weil die Spedition für mehrere Tage beauftragt worden war. Am Montag kam die Belegschaft zu einer Betriebsversammlung zusammen. Iveco will die Produktions­stätte am Oberrhein zugunsten seines Ulmer Standorts schließen. Über mögliche Arbeitsniederlegungen will die Metallgewerkschaft noch in dieser Woche entscheiden. Verhandlungen über einen Sozialplan waren in der vergangenen Woche gescheitert. IG-Metall-Verhandlungsführer Ahmet Karademir drohte daraufhin mit Streik. Der Iveco-Unterhändler Francesco Perciavalle habe am Dien...

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