02.10.2012 / Ausland / Seite 6

Polizei stoppt Friedenslauf

Protestaktion gegen Krieg in Kurdistan und Zwangswehrdienst in der Türkei

Birgit Gärtner
Es ist Krieg – und sie gehen nicht hin: Der kurdische Kriegsdienstverweigerer Halil Savda startete aus Protest gegen den Krieg in Kurdistan und den Zwangswehrdienst in der Türkei am 1. September einen Friedenslauf von Kurdistan nach Ankara. Anläßlich des Antikriegstags besuchte Halil Savda die Gräber von 34 Menschen, vorwiegend Kinder und Jugendliche. Diese waren im kurdischen Roboskî, einem Ort in der Region Sirnak im Länderdreieck Türkei–Irak–Syrien durch Luftangriffe von türkischen Militärs ermordet worden. Anschließend machte er sich auf den zirka 1300 km langen Fußweg nach Ankara, zunächst begleitet von einem weiteren Aktivisten. 28 Tage und 700 Kilometer lang ging alles gut. In vielen Orten wurden die Friedensläufer herzlich empfangen, weitere Personen schlossen sich der Gruppe an, so daß diese bald sechs ständige Mitglieder zählte. Doch am Wochenende setzte die Polizei dem Lauf ein vorläufiges Ende. Laut Amnesty International gaben die Beamten an, daß sich di...

Artikel-Länge: 3204 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe