02.10.2012 / Ansichten / Seite 8

SPD auf Schröder-Kurs

Steinbrück eröffnet Linkspartei Chancen

Werner Pirker
Er ist ganz bestimmt nicht der Liebling der Partei. Peer Steinbrück, der von der Troika aufgestellte und vom Parteivorstand bestätigte Spitzenkandidat der SPD, der die Titelverteidigerin wohl kaum das Fürchten lehren dürfte. Was seine politische Positionierung betrifft, hätte der gebürtige Hamburger ebensogut für die CDU antreten können. Die SPD-Führung meint mit Steinbrück einen Kandidaten gefunden zu haben, der Wähler außerhalb ihrer traditionellen Anhängerschaft zu gewinnen vermag. Es ist die von der SPD so heftig umworbene »neue Mitte«, über die sie sich die Eroberung der gesellschaftlichen Hegemonie erhofft. Und diese Mitte tickt nun einmal neoliberal. Da sich in der vielgepriesenen Mitte die Parteien gegenseitig auf die Füße treten, wird dort für die Steinbrück-SPD aber nicht allzuviel zu holen sein.

Zwar ist angesichts der allgemeinen Politikverdrossenheit in letzter Zeit viel von Bürgerbeteiligung, von demokratischer Mitsprache usw. die Rede. Die...

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