01.10.2012 / Inland / Seite 8

»Hundert Opfer kommen jeden Tag dazu«

Das »Zentrum für politische Schönheit« will Waffenfabrik vom Hubschrauber aus lahmlegen. Ein Gespräch mit Philipp Ruch

Gitta Düperthal
Philipp Ruch ist künstlerischer Leiter des »Zentrums für Politische Schönheit« (ZPS) – ein Zusammenschluß von Künstlern und Menschenrechtsaktivisten. Es setzt sich mit den Mitteln der Aktionskunst für Menschenrechte ein Sie haben eine phantasievolle Aktion gestartet: Die Waffenfirma Heckler & Koch (H & K) soll aus einem Helikopter heraus mit 25 Tonnen Sand und Blei-Gemisch überschüttet werden. Dafür sammeln Sie Spenden in Höhe von mindestens 2000 Euro. 870 Euro sind bereits eingegangen. Was werfen Sie Sie dem Waffenhersteller vor? H&K betreibt Deutschlands tödlichste Fabrik. In Oberndorf werden Waffen gefertigt, die regelmäßig illegal außer Landes geschafft werden und dann »versehentlich« in Libyen, Georgien oder im Kongo bei Bürgerkriegen wieder auftauchen. Der Rüstungsexperte Jürgen Grässlin geht von mehr als 1,5 Millionen Toten zwischen 1949 und 2003 allein durch H&K-Waffen aus. Hundert Opfer kommen jeden Tag dazu. Der Fabrik in Oberndorf entweicht buchstäblich der Tod &ndash...

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