29.09.2012 / Titel / Seite 1

Billigjobs sind überall

Johannes Schulten
Wenn am heutigen Samstag mehrere zehntausend Menschen in über 40 deutschen Städten für mehr Verteilungsgerechtigkeit auf die Straße gehen, wird die IG Metall nicht dabei sein. Die größte deutsche Einzelgewerkschaft hat sich anders als ihre Schwesterorganisationen ver.di oder GEW nicht an dem »Umfairteilen«-Bündnis beteiligt. Wenigstens argumentativ leistete sie am Freitag in Berlin Schützenhilfe: »Deutschland gehört zu den OECD-Ländern, in denen Niedriglohnbeschäftigung am stärksten zugenommen hat«, sagte Gerhard Bosch vom Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg, bei der Vorstellung einer Studie, die er im Auftrag der Industriegewerkschaft erstellt hat. Als Grund dafür nannte Bosch die Folgen der Agenda 2010 sowie das Fehlen von verbindlichen Lohnuntergrenzen. Trotz solidem Wirtschaftswachstum kann heute beinahe jeder vierte Beschäftigte, 23,1 Prozent, nicht von seinem Verdienst leben. 1995 waren es noch 17,7 Prozent. Besonders hoch ist...

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