29.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

»Von 450 Euro kann man nicht leben«

Weniger Geld, weniger Stunden und jeden Sommer arbeitslos: Vertretungslehrer zur Mangelverwaltung in Griechenland eingesetzt. Ein Gespräch mit Martha Vassiliadis

Daniel Bratanovic
Martha Vassiliadis (34) lebt in Athen und arbeitet vertretungsweise als Deutschlehrerin Sie sind Vertretungslehrerin für Deutsch in Griechenland, waren im September aber zum Praktikum im Büro der Linke-Abgeordneten Gesine Lötzsch im Bundestag. Wie kam es dazu? Das geht auf eine zufällige Begegnung zurück. Mein Vater ist Mitglied im Nationalkomitee für die Entschädigungsforderungen der Opfer der deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Gesine Lötzsch veranstaltet mit ihren Mitarbeitern jedes Jahr eine antifaschistische Reise. 2011 waren sie in Griechenland. Dort lernte sie meinen Vater kennen. Sie blieben in Kontakt. Ich wiederum arbeite als Vertretungslehrerin, was bedeutet, daß mir am Ende des Schuljahres gekündigt wird und ich jeden Sommer arbeitslos bin. Ich hatte also Zeit, und es entstand die Idee, daß jemand nach Deutschland kommen könne, um über den Alltag in Griechenland zu berichten. Gab es die Vertretungslehrer schon immer in größerem Umfang oder hat sich das mit der Krise...

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