29.09.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Inflation und Inflationshysterie

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise
Die Ankündigung des EZB-Präsidenten Mario Draghi, Staatsanleihen der Euro-Staaten in unbegrenzter Höhe aufzukaufen, hat in Deutschland große Aufregung ausgelöst. Kurz-, mittel-, mindestens aber langfristig werde Inflation das Resultat eines solchen Verfahrens sein. Das behaupten Persönlichkeiten wie Otmar Issing (früher Chefvolkswirt der EZB, heute Berater bei Goldman Sachs), Jens Weidmann (Präsident der Deutschen Bundesbank), Anshu Jain (Ko-Chef der Deutschen Bank), der BDI, die Kommentatoren fast aller deutschen Zeitungen, das Börsenfernsehen und weitere Institutionen. Warum Inflation droht, sagen einige dieser Herren auch und beziehen sich auf einen Lehrsatz der offiziellen Volkswirtschaftslehre. Danach wird Geld, wenn zuviel davon in Umlauf kommt, weniger wert.

Womit kaufen Draghi und seine Angestellten bei der Europäischen Zentralbank die vielen Staatsanleihen? Die Antwort lautet: Von aus dem reinen Nichts von ihnen selbst geschöpftem Geld. Ist das ...

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