29.09.2012 / Wochenendbeilage / Seite 8 (Beilage)

Cassata siciliana

Ina Bösecke
»Der Pate II« (USA 1974) von Francis Ford Coppola handelt von den Umbrüchen in der Mafia-Ökonomie der 1950er Jahre, in erster linie geht es um Nachtclubs und Glückspiel. Michael Corleone (Al Pacino) hat sich vom harmlosen Nesthäkchen der Familie zum unerbittlichen, eiskalten Paten gemausert, der nicht davor zurückschreckt, Familienmitglieder zu töten (seinen älteren Bruder) oder aus dem Haus zu schmeißen (seine Ehefrau). Er sitzt jetzt viel im Halbdunklen eines Zimmers herum und schaut finster aus dem Fenster raus – direkt ins Graudunkle der Außenwelt. Mafiaboß zu sein scheint keinen großen Spaß zu machen. Michaels Entwicklung wird parallel zur Geschichte seines Vaters erzählt. Rückblenden zeigen, wie Vito Corleone als kleiner Junge vor der sizilianischen Mafia nach New York flüchtete, um dann selbst eine Mafia-Familie aufzubauen. Vito (Robert de Niro) reift vom unauffälligen Handlanger zum großen Paten. Während der junge Vito teilweise noch wie ein gütiger Schutzpatron für sei...

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