28.09.2012 / Sport / Seite 16

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Wir gratulieren: Der ulisteinalte Hamburger Sport-Verein feiert seinen 125.

René Hamann
Ein Bus wird durch den Hafen geschippert (der neue Mannschaftsbus), ein Stück Rasen aus Münster wird musealisiert (der vom ersten Bundesligaspiel 1963), ein ehemals Abtrünniger wird als neuer Retter gefeiert – in Hamburg steht die Welt wieder einmal Kopf. 125 Jahre alt wird der Verein mit der Raute jetzt; und bessere Zeiten haben sie da oben an der Alster allemal schon gesehen. Die goldenen Zwanziger, als der HSV mit Nürnberg und Fürth um die Meisterschaft konkurrierte, inklusive dem denkwürdigen Jahr 1922, als es noch kein Elferschießen gab und es nach zwei Spielen nach Verlängerung zwischen dem Club und dem HSV einfach keinen Sieger geben wollte – und der schon damals launige DFB kurzerhand den HSV zum Meister erklärte, weil er in einem ruppigen Spiel weniger rote Karten kassiert hatte als der Club – und der HSV daraufhin dankend verzichtete. Die prächtigen sechziger Jahre mit »Uns Uwe« und den Dörfel-Brüdern und der Meisterschaft von 1960, und schließlich die Ne...

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