28.09.2012 / Feminismus / Seite 15

Verfolgte Unschuld?

»Entsorgte« Väter, »Scheidungswaisen«: »Männerkongreß« mit antifeministischen Tönen in Düsseldorf. Gegenveranstaltung und Gendergipfel der NRW-Grünen mit weiterem Blick

Isolde Aigner
Nach dem »Männerkongreß« 2010 an der Universität Düsseldorf unter dem Motto »Neue Männer – muss das sein?«, der sich unterschiedlichen männlichen Problemlagen widmete und auf eine breite mediale Resonanz stieß, fand am vergangenen Wochenende am gleichen Ort die erste – weniger frequentierte – Nachfolgeveranstaltung mit dem Titel »Scheiden tut weh – Elterliche Trennung aus Sicht der Väter und Kinder« statt. Der Kongreß sollte nach Angaben von Veranstalter Matthias Franz vom Uniklinikum Düsseldorf zwischen Wissenschaft und Praxis vermitteln. Ob wissenschaftliche Objektivität bei der Auswahl der Kooperationspartner und der Referenten tatsächlich das Maß aller Dinge war, darf bezweifelt werden. Franz selbst war bereits im Jahr 2009 Referent bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung, deren Initiator Karl-Heinz van Lier gleichzeitig Mitglied des Vereins »Agens« ist, wie Thomas Gesterkamp in der tageszeitung (Ausgabe vom 21.9.) berichtete. »Agens« trat bei...

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