28.09.2012 / Ausland / Seite 7

Ahmadinedschads Predigt

Irans Präsident beklagt in UN-Rede Verfall moralischer Prinzipien. Kritik an USA aus Südamerika und Afrika

Knut Mellenthin
Mahmud Ahmadinedschad sprach vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen, und keiner verließ den Saal. Beim vermutlich letzten UNO-Auftritt des iranischen Präsidenten, dessen Amtszeit im nächsten Jahr endet, verzichteten die Vertreter der westlichen Staaten auf ihr mittlerweile schon zur Routine erstarrtes Empörungstheater. Zwar hatten viele von ihnen, darunter auch Deutschland, nur ihre zweite Mannschaft auf den Platz geschickt, aber die hielten tapfer bis zum Schluß von Ahmadinedschads mehr theologischer als politischer Rede durch. Gar nicht erst erschienen waren die Israelis, die wegen des jüdischen Feiertags Jom Kippur arbeitsfrei hatten. Auch die USA blieben der Rede fern, mit der ausdrücklichen Begründung, daß der Auftritt Ahmadinedschads an diesem Tag »unglücklich« sei. Indessen kam man den iranischen Präsidenten ganz sicher nicht für den Terminplan der UNO verantwortlich machen. Und immerhin kamen am Mittwoch auch 36 weitere Redner zu Wort.

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