28.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

»Warum hassen sie uns?«

US-Publizisten diskutieren die Frage, ob ein strategischer Rückzug aus dem Nahen und Mittleren Osten nicht unvermeidlich ist

Rainer Rupp
In den USA steht derzeit allerorten die Frage im Vordergrund: »Warum hassen sie uns?« Daß die US-Amerikaner immer noch überrascht sind, daß ihre Regierung von vielen Menschen von Marokko bis Indonesien und Nigeria gehaßt wird, »ist dabei die größte Überraschung«, grübelte jüngst Eric Margolis in einem Kommentar der libertären Lew Rockwell Institution. Viele Amerikaner glaubten immer noch, sie seien unschuldige Zuschauer und in der islamischen Welt höchstens mit altruistischen »Missionen« beteiligt, um die unwissenden Eingeborenen aus ihrem Elend zu befreien und selbstlos die schwere Last der Polizeiarbeit in einer widerspenstigen Welt zu schultern.

Offensichtlich habe die US-Gesellschaft immer noch nichts verstanden, konstatierte der Kenner der arabischen und islamischen Welt. Wenn sich alle nun auf das Mohammed-Schmähvideo als Erklärung für die antiamerikanischen Unruhen stürzen, dann sei das nicht zu kurz, sondern total daneben gegriffen. Die Muslime w...

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