28.09.2012 / Titel / Seite 1

Die Zeit für schöne Worte ist vorbei

Julian Assange
Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange hat sich am späten Mittwoch abend per Videoübertragung an die Teilnehmer der UN-Vollversammlung in New York gewandt. Zu der Diskussionsveranstaltung mit Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño im Gebäude der Vereinten Nationen war Assange aus der Botschaft des südamerikanischen Landes in London zugeschaltet worden, in der er sich seit Mitte Juni aufhält. jW dokumentiert seine Rede im Wortlaut.


Sehr geehrte Delegierte, meine Damen und Herren, guten Tag,

ich spreche heute als freier Mann zu Ihnen, denn obwohl ich seit 659 Tagen festgenommen bin, bin ich im wichtigsten und grundlegendsten Sinne frei. Ich bin frei zu sagen, was ich denke.

Diese Freiheit gibt es, weil die Nation Ecuador mir diplomatisches Asyl gewährt hat. Und andere Nationen hatten den Willen, diese Entscheidung zu unterstützen. Es ist der Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO, dank dem Wikileaks in der Lage war, Informationen ...





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