25.09.2012 / Inland / Seite 5

Plutonium in Grohnde

Brennelemente-Transport von Protesten begleitet. Am Montag traf die hochgiftige Fracht im ­niedersächsischen Atomkraftwerk ein

Reimar Paul
Proteste zu Land und zu Wasser konnten den Transport plutonium­haltiger Mischoxid-Brennelemente (Mox) nicht länger aufhalten. Am frühen Montagabend erreichte die Fracht ihr Ziel, das niedersächsische Atomkraftwerk Grohnde. Eine Armada aus Polizeifahrzeugen begleitete die beiden Speziallastwagen, die jeweils vier Brennelemente geladen hatten. Die Fahrt von Nordenham an der Unterweser, wo die Fracht am Sonntag nachmittag mit einem Schiff angekommen war, nach Grohnde dauerte rund fünf Stunden. Dicht am AKW hatte bereits am Freitag abend eine Mahnwache begonnen. Bis zum Sonntag wuchs die Zahl der Demonstranten auf rund 80 an, unter ihnen waren mehrere Landwirte mit ihren Traktoren. Einige Umweltschützer ketteten sich zwischenzeitlich an einem auf die Straße gestellten Dreibein und an ein Kinderkrankenbett an – auch die als »Eichhörnchen« bekannte AKW-Gegnerin und Kletteraktivistin Cécile Lecomte. Die acht Mox-Brennelemente, die aus Uran- und Plutoniumoxid bestehen, waren auf einem...

Artikel-Länge: 3730 Zeichen

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