24.09.2012 / Ausland / Seite 2

»Faschisten und Polizei arbeiten Hand in Hand«

In Griechenland müssen viele Migranten um ihr Leben fürchten. Sie werden auf offener Straße angegriffen. Ein Gespräch mit Bashirollah Safi

Aitak Barani
Der heute 24jährige Bashirollah Safi ist 2006 mit seinem inzwischen 15jährigen Bruder aus Afghanistan über Pakistan und den Iran nach Griechenland geflüchtet

Sie sind 2006 zusammen mit Ihrem Bruder aus Afghanistan nach Griechenland geflüchtet. Vergangene Woche kamen Sie nach Deutschland. Was ist der Grund?

In Griechenland ist unser Leben in Gefahr, die Lage für Flüchtlinge hat sich immer mehr verschlimmert. Wir Migranten – egal, ob Iraner, Afghanen, Syrer, Türken oder Kurden – werden auf den Straßen angegriffen und gejagt. Schon vor einem Jahr war es für uns kaum möglich, menschenwürdig in Griechenland zu leben. Jeden Tag wächst die Gefahr für uns. Viele Migranten gehen nicht mehr auf die Straße, weil sie Angst vor Übergriffen haben.

Übergriffe von wem?

Von den Faschisten und von der Polizei, die Hand in Hand arbeiten. Wenn wir angegriffen werden, hilft uns niemand, weder Passanten noch die Polizei.

Gab es Angriffe auf Sie und Ihren Bruder?

Ei...


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