24.09.2012 / Thema / Seite 10

Diebstahl an Indígenas

Hintergrund. Über die Entwendung des Kueka-Steins aus Venezuela – Eine kurze Zusammenfassung

Raúl Grioni, Caracas
Ein Felsbrocken belastet die Beziehungen zwischen Venezuela und Deutschland. Der Stein wurde 1998 aus dem südamerikanischen Land nach Berlin transportiert und ist hier nun Teil eines Kunstprojekts im Tiergarten. Doch den venezolanischen Pemón-Indígenas ist der Stein heilig, sie fordern seine Rückgabe. Für Mittwoch haben sie eine erneute Kundgebung vor der deutschen Botschaft in Caracas angekündigt, um die Untätigkeit der deutschen Bundesregierung anzuprangern. Die hatte im Sommer auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion zwar erklärt, sie unterstütze eine »Rückschenkung« des Steins, über konkrete Schritte zur Lösung des Problems wurde jedoch bislang nichts bekannt. Raúl Grioni ist Präsident des venezolanischen Instituts für das kulturelle Erbe (IPC), das sich um die Rückführung des Steins bemüht. Seine Analyse der Diskussion verfaßte er exklusiv für jW. Aus der Umgebung von Santa Cruz de Mapaurí, einer Ansiedlung der Pemón-Indígenas im Canaima-Nationalpark im südvenezolanischen Bund...

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