22.09.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schuldner mit Diplom

Trübe Aussichten: Studiendarlehen ermöglichen in den USA eine akademische Bildung. Es mangelt jedoch zunehmend an Jobs, um die Kredite zu tilgen

Rainer Rupp
Im »Land der unbegrenzten Möglichkeiten« sind die Aussichten auf ein besseres Leben immer schlechter geworden. In den zurückliegenden 20 Jahren stagnierte das verfügbare Einkommen der schlechter verdienenden Hälfte der Bevölkerung, also vor allem bei Arbeitern und kleine Angestellten. Und das, obwohl das US-Bruttoinlandsprodukt in dieser Zeit kräftig gewachsen ist. Der Wirtschafts- und Medienexperte Paul Roberts, ehemaliger Finanzstaatssekretär unter Ronald Reagan und Journalist u.a. beim Wall Street Journal und bei Business Week, legte in seiner letztwöchigen Kolumne sogar noch alarmierendere Zahlen vor. So sei nach Inflationsbereinigung das materielle Lebensniveau dieser Hälfte der Haushalte »der amerikanischen Supermacht im Jahr 2011 auf das Niveau von 1967–68 gefallen«, bloggte er.

Ebenso trostlos wie die Einkommensentwicklung sind die Aussichten der Betroffenen, daß es ihren Kindern einmal besser gehen wird. Die Kosten für eine aka...

Artikel-Länge: 5279 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe