21.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Alle im Blick

Kampf gegen Altersarmut: Linke fordert 900 Euro »Rente zum Leben« und hofft auf Unterstützung von Sozialdemokraten in der SPD

Rüdiger Göbel
Kein Wunder, daß Die Linke weiter munter vom Verfassungsschutz beobachtet werden soll: Als einzige im Bundestag stellt sich die Partei dem Klassenkampf von oben entgegen, macht gegen Altersarmut und für eine höhere Besteuerung von Spitzenverdienern mobil (siehe Spalte). »Der Millionär braucht keine gesetzliche Rente, aber die gesetzliche Rente braucht den Millionär«, erklärte Fraktionschef Gregor Gysi am Mittwoch bei der Vorstellung des Linke-Konzepts gegen Armut im Alter. Was radikal klingt, ist realpolitisch geerdet. In dem zusammen mit den Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger in Berlin präsentierten, siebenseitigen Papier heißt es, das Rentenniveau müsse so hoch sein, daß es langjährigen Beitragszahlern »auskömmliche Renten« gewährleistet und den »Lebensstandard im Alter sichern« kann: »Es darf deshalb nicht weiter gesenkt, sondern muß wieder auf 53 Prozent angehoben werden« – die rot-grüne Bundesregierung unter dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder (SPD) hat...

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