21.09.2012 / Ausland / Seite 7

Bleiernes Erbe

Philippinen: Gedenken an 40. Jahrestag der Verhängung des Kriegsrechts durch Präsident Marcos

Dominik Hammann (Manila) und Rainer Werning
Zahlreiche politische Organisationen und Parteien erinnern am heutigen Freitag auf den Philippinen an den 21. September 1972. An diesem Tag, auf dem Höhepunkt der US-Aggression gegen Vietnam, Laos und Kambodscha, hatte der damalige philippinische Präsident Ferdinand E. Marcos landesweit das Kriegsrecht verhängt. Er begründete diesen Schritt damit, der »kommunistischen Subversion« und dem »muslimischen Sezessionismus« einen Riegel vorzuschieben und die Privatarmeen mächtiger Politiker zu zerschlagen. Die jeweils Ende der 1960er Jahre gegründete Kommunistische Partei (CPP) und ihre Guerillaorganisation Neue Volksarmee (NPA) sowie die Nationale Moro-Befreiungsfront (MNLF) im Süden des Landes hatten gegen Marcos mobil gemacht, der 1969 in einem Klima von Gewalt und Betrug wiedergewählt worden war. Der Ausnahmezustand verschaffte den Streitkräften den rechtlichen Rahmen, um ungezügelt gegen alles vorzugehen, was ihrer Meinung nach »links« und »umstürzlerisch« war. Eine auffällige Konstante...

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