21.09.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Hamburg »ergänzt«

Jade-Weser-Port: In Wilhelmshaven geht der erste Tiefwasserhafen Deutschlands in Betrieb. Nach Pannenserie muß bereits Teil der Kaimauer saniert werden

Am heutigen Freitag soll in Wilhelmshaven der erste Tiefwasserhafen der Bundesrepublik in Betrieb gehen. Künftig können so auch Containerriesenschiffe mit Stellplätzen für bis zu 18000 Boxen unabhängig von den Gezeiten be- und entladen werden. Allein die Bundesländer Niedersachsen und Bremen haben über 600 Millionen Euro in das Prestigeprojekt Jade-Weser-Port (JWP) investiert. Es gelte künftig, so das Motto der Initiatoren, mit Umschlagplätzen wie Hamburg oder gar Rotterdam mitzuhalten.

Seitdem sind ein paar Jahre verstrichen, und manches sieht nicht mehr so rosig aus, wie zu Beginn. Und das liegt nicht nur an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Zeiten der Euro-Krise. Denn auch beim JWP zeigte sich, daß deutsche Manager und Behörden bei der Errichtung von komplexeren Bauten – wie beispielsweise einem Hafen – schnell überfordert sind. Vergleichbar ist das vielleicht mit dem Versuch, einen Großflughafen in den märkischen Sand ...

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