20.09.2012 / Ausland / Seite 6

Einigung in Marikana

Südafrika: Löhne der Streikenden werden um elf bis 22 Prozent erhöht. Bergleute stimmen Ende des Ausstands zu. Zuma beruhigt Investoren

Lukas Wolf, Kapstadt
Rund sechs Wochen nach Beginn der südafrikanischen Minen-Proteste mit 45 Toten haben die streikenden Kumpel in Marikana mit der Betreibergesellschaft Lonmin eine Einigung erzielt. Die Löhne würden um elf bis 22 Prozent erhöht und eine Einmalzahlung von 2000 Rand (185 Euro) geleistet, sagte Bischof Joe Seoka, der zwischen beiden Seiten vermittelt hatte. Die Bergleute hätten im Gegenzug zugestimmt, am Donnerstag die Arbeit wieder aufzunehmen. Unternehmenssprecher Abbey Kgotle erklärte, Lonmin sei glücklich, daß man die schwierigen Verhandlungen habe abschließen können. Er sagte, er widme den Vertrag den während des Streiks getöteten Arbeitern. Der Verhandlungsführer der Nationalunion der Bergarbeiter (NUM), Eric Gcilitshana, sagte, das Abkommen werde Lonmin stabilisieren und kündigte an, daß die Arbeiter ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. Der Vorsitzende der konkurrierenden Assoziation der Berg- und Bauarbeiter (AMCU), ­Joseph Mathunjwa, sagte, das Abkommen hätte auch früher und ohne den...

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