20.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Lernprozeß

Am Dienstag stellte der italienische Philosoph und Historiker Domenico Losurdo in Berlin sein Buch zur Geschichtsschreibung über Stalin vor

Arnold Schölzel
Bereits 2008 erschien die italienische Ausgabe des Buches »Stalin. Geschichte und Kritik einer schwarzen Legende« von Domenico Losurdo. Es wurde in Spanien, Frankreich und Brasilien übersetzt und löste kontroverse Stellungnahmen aus. Im August brachte es der Kölner PapyRossa Verlag auf deutsch heraus, ergänzt durch einen Essay des Altphilologen Luciano Canfora (siehe Vorabdruck in jW vom 11. August und die Rezension von Andreas Wehr in jW vom 15. September).

Am Dienstag stellte der Autor seine Arbeit in der mit 160 Zuhörern völlig überfüllten jW-Ladengalerie in Berlin vor. Ausgangspunkt seines einstündigen Referats, dem sich eine 90minütige, zumeist sachliche Diskussion anschloß, war die Feststellung, daß Stalin von nicht wenigen, zum Teil antikommunistischen Historikern und Politikern bis Anfang der 50er Jahre als höchst positive historische Figur betrachtet wurde, heute aber mit Hitler gleichgesetzt werde. Losurdos Frage: »Müssen wir also von der Total...

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