20.09.2012 / Sport / Seite 16

Genosse Zufall lebe hoch

Weg mit den kleinen Engländern: Das Fußballbuch von Kuper/Szymanski versucht, König Fußball mathematisch zu ­entzaubern

Ralf Fischer
Genosse Zufall ist ein ekliges Biest. So richtig fies wird es immer dann, wenn es um Millionen geht und der langfristig im Hinterstübchen angefertigte Masterplan grandios scheitert. Ein frühzeitiges Ausscheiden aus den internationalen Pokalwettbewerben kann einen ganzen Verein ruinieren, zumindest der Lächerlichkeit preisgeben. Red Bull Salzburg kann davon ein Lied singen. Eine luxemburgische Amateurauswahl aus Düdelingen verhinderte in der diesjährigen Champions-League-Qualifikation das Weiterkommen des österreichischen Brausegiganten. Wäre es aber nach dem Sportjournalisten Simon Kuper sowie dem Wirtschaftswissenschaftler Stefan Szymanski, Autoren des Buches »Warum England immer verliert«, gegangen, dann wäre dieses Malheur niemals passiert. Die beiden Autoren versuchen in ihrem Buch, den Einfluß der Mathematik auf den Fußball zu ergründen. Ihre drei Hauptthesen sind, daß der Erfolg eines Landes im Fußball stark von den drei Variablen Bevölkerungsgröße, Einkommen pro Kopf und Spiel...

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