20.09.2012 / Wissenschaft & Umwelt / Seite 15

Stummer Acker

Wenn die Vögel auf dem Feld verhungern: Pestizide bleiben bedrohlich

Rafik Will
Vor 50 Jahren veröffentlichte die US-Biologin Rachel Carson das Buch »Silent Spring« (Stummer Frühling). Es gilt allgemein als Initialzündung für die Ökologiebewegung. Am Beispiel einer fiktiven Kleinstadt schildert sie die Folgen des Masseneinsatzes von Pestiziden in Land- und Forstwirtschaft, unter anderem für die Vogelwelt. Das Verbot des Pflanzenschutzmittels DDT 1972 in den USA ging nicht zuletzt auf Carsons Buch zurück.

Die Gefahr eines umfassenden Vogelsterbens ist heute indes keineswegs geringer als vor 50 Jahren. Bei einer Pressekonferenz von Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und dem Dachverband der Deutschen Avifaunisten (DDA) vergangene Woche in Berlin warnte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger: »Der stumme Frühling droht in der offenen Agrarlandschaft Realität zu werden.« Denn die Feldvögel würden in ihrem natürlichen Lebensraum schlichtweg verhungern.

32 Stunden bräuchte heute ein Rebhuhn bei der Futtersuche, um ...

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