19.09.2012 / Thema / Seite 10

Das Einfache, das schwer zu machen ist

Dokumentiert. Rede zur Eröffnung der Gedenkausstellung »Max Lingner. Zeichnungen aus der Banlieue«

Peter Michel
Am 14. September lud die Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM) in ihrer Galerie in Berlin-Lichtenberg zur Eröffnung der Ausstellung »Max Lingner. Zeichnungen aus der Banlieue«. jW dokumentiert die Rede des Kunstwissenschaftlers und Publizisten Peter Michel zum Auftakt der Schau. Vor 57 Jahren veröffentlichte Max Lingner im Verlag der Kunst Dresden unter dem unspektakulären Titel »Mein Leben und meine Arbeit« seine Autobiographie. Das geschah zehn Jahre nach dem Ende des Krieges und vier Jahre vor seinem Tod. Und als habe er das schon gespürt, zog er in einem Schlußsatz eine Art Bilanz und äußerte eine Erwartung: »Vielleicht zählt auch mich einmal eine neue deutsche realistische Kunst, die kommen wird, weil sie kommen muß, zu ihren Wegbereitern.« Auch wenn heute Künstler wie Lingner immer wieder dem Vergessen entrissen werden müssen, so steht doch für die Kunstgeschichte fest, daß Lingners Hoffnung nicht trügerisch war. Für eine ganze Periode der Kunstentwic...

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