18.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

USA in der Zwickmühle

Rückzug oder stärkere Intervention in Syrien: In Washington werden die Lehren aus den gewaltsamen Protesten im Nahen Osten diskutiert

Rainer Rupp
Die gewalttätigen Proteste im Nahen Osten dieser Tage sind ein anschauliches Beispiel dafür, »daß der Einsatz der Vereinigten Staaten in den vergangenen zwei Jahren für mehr Demokratie in der arabischen Welt keine Garantie gegen die aufwieglerische Macht islamistischer Emotionen und gegen antiamerikanische Wut« ist. Zu diesem Schluß kam die New York Times in ihrer Montagausgabe. Die Zeitung warf schließlich die Frage auf, ob sich die USA mit der Unterstützung der islamistischen Rebellen in Syrien nicht ins eigene Fleisch schnitten? Die jüngsten schweren Unruhen in der arabischen Welt hätten auf eine »schmerzhafte Zwickmühle« verwiesen, aus der ein möglicher Ausweg im Trubel des US-Wahlkampfs untergegangen sei.

Laut dem Ostküstenblatt sieht sich Washington mit folgendem Dilemma konfrontiert: »Sollen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten in bezug auf den Sturz des syrischen Präsidenten Assad, einer der letzten säkularen Diktatoren in der Region, der...

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