18.09.2012 / Ausland / Seite 7

Kenia streikt

Arbeitskämpfe im Bildungs- und Gesundheitsbereich. Lehrer und Ärzte fordern bessere Ausstattung von Schulen und Krankenhäusern

Simon Loidl
Am Montag hat in Kenia die dritte Streikwoche von Angestellten des öffentlichen Dienstes begonnen. Während bisher alle Gespräche zwischen Gewerkschaften und Regierungsvertretern scheiterten, nehmen unterdessen Einschüchterungsversuche gegen die Streikenden zu.

Am 3. September legten die Lehrer der öffentlichen Schulen ihre Arbeit nieder – fast auf den Tag ein Jahr nach dem letzten Lehrerstreik in dem ostafrikanischen Land. Wie vor zwölf Monaten richtet sich der Protest dagegen, daß der Staat nach Ansicht der Pädagogen zu wenig Mittel für die Bildungseinrichtungen und deren Angestellte zur Verfügung stellt. Seit 2003 die Grundschulbildung und 2008 die mittlere Schulbildung für alle kostenlos wurde, ist das kenianischen Bildungssystem hoffnunglos überlastet. Denn mit diesem Schritt ging auch die Kürzung öffentlicher Gelder für Schulen einher, was zu sinkenden Lehrerzahlen führte, während immer mehr Kinder und Jugendliche in die Schulen st...

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