17.09.2012 / Ausland / Seite 2

»Kinder halten Blindgänger leicht für Spielzeug«

Eine Konferenz in Oslo befaßte sich mit dem internationalen Verbot von Streubomben. Gespräch mit Eva Maria Fischer

Mirko Knoche
Dr. Eva Maria Fischer ist Sprecherin der Kampagne Handicap International Am Freitag ist in Oslo die Konferenz der Vertragsstaaten des internationalen Streubombenverbots zu Ende gegangen. Wie bewerten Sie das Treffen? Die 120 Unterzeichnerstaaten sind auf einem guten Weg, obwohl in Norwegen nichts Spektakuläres passiert ist – es gab z. b. keinen Beitritt eines neuen Mitglieds. Sehr erfreulich ist aber, daß 31 Länder als Beobachter teilgenommen haben. Das signalisiert, daß dort ein Interesse besteht, was auch den Rede zu entnehmen war. Wir können also annehmen, daß sich die Zahl der Vertragsstaaten bald erweitern wird. Die Volksrepublik China hat sich als Gast an der Konferenz beteiligt. Was ist von Peking zu erwarten? Die Chinesen werden sich zunächst kaum auf ein Streubombenverbot festlegen. Wie bei den Indern, Pakistanis, Russen und US-Amerikanern ist davon auszugehen, daß sich das Land zunächst sträuben wird, ein solches Abrüstungsabkommen zu unterzeichnen. Pekings Teilnahme i...

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