17.09.2012 / Inland / Seite 5

Zwangsfusion gescheitert

Landesvorstand der Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern ignoriert Gerichtsbeschluß. Mehrheit für Auflösung des Kreisverbands dennoch verfehlt

Peter Wolter
Der Landesvorstand der Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern ist am Samstag mit dem Versuch gescheitert, den Kreisverband Stralsund aufzulösen und mit dem größeren Kreisverband Vorpommern-Rügen zusammenzulegen. Ein entsprechender Antrag zur Satzungsänderung scheiterte auf einem Landesparteitag in Ludwigslust an der notwendigen Zweidrittel-Mehrheit: Von 114 Delegierten stimmten nur 57 für den Antrag. Für die Auflösung der Stralsunder Kreisorganisation hatten sich u. a. der frühere Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Dietmar Bartsch, sowie der Landesvorsitzende Steffen Bockhahn stark gemacht. Einen Tag vor dem Landesparteitag war das Landgericht Schwerin einem Eilantrag der Stralsunder gefolgt und hatte dem Landesvorstand verboten, einen solchen Antrag einzubringen. Nach Angaben von Teilnehmern setzte sich Bockhahn jedoch über dieses Verbot u. a. mit der Bemerkung hinweg: »Wo kommen wir hin, wenn bürgerliche Gerichte mit Hilfe des CDU-Anwaltes Peter-Michael Diestel entscheiden, was ...

Artikel-Länge: 3521 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe