17.09.2012 / Inland / Seite 4

Trübe Aussichten an der Ostsee

P+S Werften verlieren Großauftrag und Chef. Möglicher arabischer Investor an Fachwissen der Rüstungssparte interessiert

Mirko Knoche
Dunkle Wolken am Horizont. Es sieht nicht gut aus für die 1 750 Werftarbeiter in Stralsund und Wolgast. Die mecklenburg-vorpommerschen P+S Werften, wo sie beschäftigt sind, hatten Ende August Insolvenz beantragt. Am Freitag morgen wurden die Schiffbauer der Stralsunder Volkswerft wieder nach Hause geschickt, weil ein Baustopp verhängt worden war. Denn am Donnerstag abend hatte die dänische Reederei DFDS die Aufträge für zwei Fährschiffe storniert. In Wolgast hingegen gingen die Reparaturen an mehreren Behörden- und Militärschiffen weiter, teilweise liefen die Arbeiten auf der Peene-Werft wieder im Drei-Schicht-Betrieb. Erst die Verzögerungen beim Bau der zwei Fähren in Stralsund hatten die P+S Werften ins Wanken gebracht. Wie ein DFDS-Sprecher am Freitag im NDR-Interview mitteilte, seien die Schiffe seit beinahe einem Jahr überfällig. Mit der Kündigung des Bauvertrags wolle man sich gegen mögliche Folgen der Insolvenz absichern, sagte der Däne. Das bedeutet jedoch noch nicht das Aus ...

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