17.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Wunder Punkt getroffen

Massive Abriegelung, Polizeischikanen, Datensammelei: Dennoch couragierte Antikriegsproteste gegen Gefechtsübungszentrum in Sachsen-Anhalt

Susan Bonath
Stop – Kontrolle! Kofferraum öffnen! Taschen auspacken! Ausweis zeigen!« Eine Straftat war am Samstag im »Sperrgebiet« bei Letzlingen nicht nötig, Verdacht auf Antimilitarismus reichte. Bundespolizei, Feldjäger und mehr als 1000 Beamte aus fünf Bundesländern, darunter eine Reiterstaffel aus Sachsen, »verteidigten« in der Colbitz-Letzlinger Heide die öffentliche Ordnung und Sicherheit von Panzern und Militäranlagen. Der Feind: 300 bis 400 Friedensaktivisten, die gegen die Kriegsvorbereitungen der Bundeswehr im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) demonstrierten und die Besetzung des GÜZ angekündigt hatten. Polizeikessel Mit einer Allgemeinverfügung hatte der Landkreis Salzwedel zuvor eine 400 Quadratkilometer große Versammlungsverbotszone rund um das GÜZ geschaffen, die sich über drei Landkreise erstreckte. Nur eine Kundgebung bei Letzlingen, etwa 500 Meter vom militärischen Kontrollzentrum entfernt, hatte Sachsen-Anhalts Oberverwaltungsgericht (OVG) in letzter Minute erlaubt. Doch auch d...

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