17.09.2012 / Ausland / Seite 6

Bestellte Proteste

Neokonservative Muslimfeinde provozieren Unruhen als Kulisse für »Weltfreiheitskongreß«

Knut Mellenthin
Der Mohammed-Film, der zu heftigen Protesten in vielen Ländern der muslimischen Welt geführt hat, war nach Erkenntnissen US-amerikanischer Alternativmedien eine gezielte Provokation. Die Produzenten des Machwerks sind in den USA lebende Kopten, aus Ägypten stammende Christen, die eng mit hochgradig aggressiven Kräften aus dem neokonservativen Spektrum zusammenarbeiten. Im Zentrum des Verdachts stehen Robert Spencer (Jihad Watch) und Pamela Geller (Atlas Shrugs), die als wichtigste Stichwortgeber des norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik gelten.

Der erste Hinweis auf Hintermänner des Films war eine bewußte Irreführung, die offenbar Teil der Provokation war: Ein Mann hatte sich am vorigen Dienstag, kurz nach den ersten Demonstrationen in Ägypten, telefonisch bei der neokonservativen Tageszeitung Wall Street Journal und der Nachrichtenagentur AP gemeldet und sich als ein aus Israel stammender US-Amerikaner namens Sam Bacile ausgegeben. Er habe d...

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