17.09.2012 / Ausland / Seite 7

Es geht um Geld

Kuba: »Hungerstreik« soll offenbar US-Gelder einfordern. Protestierende Regierungsgegner bei überraschend guter Gesundheit

Volker Hermsdorf
Zu einer »Mahnwache gegen Menschenrechtsverletzungen« will die rechtslastige »Internationale Gesellschaft für Menschenrechte« (IGfM) am heutigen Montag vor der kubanischen Botschaft in Berlin aufmarschieren. Anlaß für die Ak­tion ist ein Hungerstreik, den eine Gruppe von Systemgegnern, angeführt von Martha Beatriz Roque und Jorge Luis García Pérez, am vergangenen Montag auf der Insel begonnen hat. Die von den Akteuren angegebenen Gründe sind widersprüchlich. Der Verdacht, daß es ihnen zumindest auch um einen Anteil an 4,2 Millionen US-Dollar geht, die das Außenministerium der USA ab dem 30. September für kubanische Regierungsgegner bereitstellen will, ist jedoch plausibel.

Obwohl die 67jährige Martha Beatriz Roque unter Herz- und Zuckerkrankheit leidet, ist es für sie bereits der vierte Hungerstreik seit 2003. Die für ihre Gesundheit und ihr Leben nicht ungefährliche Aktion begründete sie gegenüber der britischen Agentur Reuters unter anderem mit der For...

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