15.09.2012 / Ausland / Seite 2

USA und Co. ernten Gewalt

Proteste in islamischer Welt weiten sich aus. Mehrere Botschaften gestürmt

Rüdiger Göbel
Die Alarmbereitschaft für die Auslandsvertretungen der USA und anderer NATO-Mitglieder ist angebracht: Washington und Verbündete ernten in immer mehr Ländern der islamischen Welt Gewalt. Provoziert von einem mutmaßlich von christlichen Fundamentalisten in den USA produzierten antiislamischen Schmähfilm gingen am Freitag Zehntausende Menschen weltweit auf die Straße. Proteste wurden aus Ägypten, Jordanien, Irak, Iran, Indonesien, Afghanistan, Bangaladesch und vielen anderen muslimisch geprägten Staaten gemeldet. Diplomatische Vertretungen in Sudan und Tunesien wurden angezündet. Die Auseinandersetzungen dauerten bei jW-Redaktionsschluß an.

Im Libanon, wo Papst Benedikt XVI. zu Besuch ist, wurde am Freitag mindestens ein Mensch getötet, 25 weitere wurden bei Auseinandersetzungen verletzt. In der Stadt Tripoli setzten Hunderte Demonstranten Augenzeugen zufolge eine Filiale der US-Fastfoodkette KFC in Brand. Im Jemen feuerten Sicherheitskräfte mi...

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