15.09.2012 / Inland / Seite 4

Eineinhalb Jahre danach

Atomkritische Ärzteorganisation verlangt effektiveren Schutz und Ausweitung medizinischer Studien über Folgen der Reaktorkatastrophe von Fukushima

Claudia Wangerin
Die japanische Regierung hat angekündigt, bis 2040 schrittweise aus der Kernenergie auszusteigen – ein entsprechender Kabinettsbeschluß wurde am Freitag bekannt. Von Menschen, die sich als »Versuchskaninchen der Atomindustrie« fühlen, berichteten zeitgleich in Berlin die Ärztinnen Angelika Claußen und Dörte Siedentopf nach ihrer Rückkehr von einer Delegationsreise ins japanische Fukushima. Beide gehören der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW an und besuchten am 28. August mit einer internationalen Expertengruppe die Präfektur, in der es nach dem Tsunami im März 2011 zur größten Reaktorkatastrophe seit Tschernobyl gekommen war. Durch Gespräche mit Evakuierten und Müttergruppen sowie unabhängigen japanischen Experten machten sich die Ärztinnen ein Bild von der Situation eineinhalb Jahre danach.

Das Risiko der dauerhaft erhöhten Radioaktivität für die Bevölkerung werde »systematisch verharmlost«, so ihr Vorwurf an die Behörden, aber auch einige Me...

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